Warum die Telekom höchstwahrscheinlich bald mindestens 160 Euro weniger im Monat verdienen wird.
Weil ich mit dem Gedanken spiele, meine beiden Verträge dort so schnell wie möglich zu kündigen. Denn mit dem Service, dem Daten- und Mobilfunknetz, den Tarifoptionen und dem kundenfreundlichen Entgegenkommen, welches ich als langjähriger und gut zahlender Kunde einfach erwarte, bin ich immer öfter unzufrieden.
Bereits vor über einem Jahr hatte ich ein dickes Problem, als mein 1GB Datenvolumen am Anfang des Monats quasi über Nacht, während ich schlief, komplett aufgebraucht wurde. Damals konnte mir kein Hotline-Mitarbeiter eine vernünftige Antwort auf meine Fragen geben und man ließ mich mit der Aussage allein, dass ich das ja wohl selbst gewesen sein muss. Nachts. Im Schlaf. Während das iPhone auf dem Nachttisch im WLAN steht. Genau. Einziger Support: Man bot mir an, für 10 Euro im Monat eine SpeedOn Optionen für 5GB Datenvolumen dazu zu buchen. Verkaufstaktik, gut. Aber Kundenservice: Erster Minuspunkt.
Seit einiger Zeit nun stelle ich immer wieder fest, dass das mobile Daten- und auch das Mobilfunknetz immer miesere Qualität aufweisen. Während ich, wie viele andere auch, das Problem von schlechten YouTube-Streams habe, fällt bei mir auch immer wieder mal das gesamte 3G Netz aus. Drei Balken im Mobilfunknetz sind gut, meistens sind es weniger. Selten sind es alle fünf. Das war auch mal anders. Nämlich damals, als ich meinen teuren Vertrag noch damit rechtfertigte, dass ich eine perfekte Netzabdeckung habe. Zweiter Minuspunkt.
Noch mehr? Gerne. Ich zahle zur Zeit monatlich zwischen 100 und 120 Euro für meinen Vertrag (Complete Mobil XL mit Handy – 1.Gen), ein Vertrag der 1. Generation, der ein paar wunderbare Vorteile bietet. Zum Beispiel habe ich Telefonie-Flatrate in alle deutschen Fest- und Mobilfunknetze, sowie eine Datenflat und eine HotSpot-Flat. Die Schattenseiten dieses Tarifs sind die 3000 inklusiv-SMS, die heute wirklich kein Mensch mehr braucht und die Tatsache, das meine Datenflat nach nur 1GB bereits gedrosselt wird. Mir blieb also nichts anderes übrig, als für knapp 10 Euro eine Speedoptionen hinzuzubuchen um im Monat 5 GB Datenvolumen zur Verfügung zu haben. Ein halber Minuspunkt.
Nun habe ich überlegt, in den nächst kleineren Vertrag (Complete Mobil L) zu wechseln. Dort habe ich ins Festnetz und ins Telekom-Mobilfunknetz noch immer eine Flatrate und in andere Netze 120 Freiminuten, was mir im Grunde absolut genügen würde. Datenflatrate bleibt, HotSpot Flat ebenfalls, was okay ist. Allerdings beträgt das Volumen der Datenflat auch hier wieder nur 1GB, SpeedOn wäre also wieder nötig. Problem: Die Telekom bietet mir im Online-Kundencenter zwar diesen Tarifwechsel an, möchte dafür aber gerne einmalig stolze 49,95 Euro kassieren. Eine Summe, die meiner Meinung nach absolut überzogen ist und nur von einem Wechsel in einen günstigeren Tarif abschrecken soll. Dritter Minuspunkt. Und weil mir ansonsten, als langjähriger Kunde, keine weiteren, günstigeren Tarife oder der Erlass dieser Bereitstellungsgebühr angeboten werden, gibt’s noch mal einen halben Minuspunkt dazu.
Noch mehr? Gerne! Ich habe einen weiteren Mobilfunkvertrag bei der Telekom. Für das Weib. Special Mobil Complete schimpft sich das Ganze. Eigentlich ziemlich okay. knappe 50 Euro im Monat, Telekom Mobilfunk-Flat und 100 Freiminuten in andere Netze. Problem hier: Das Datenvolumen beträgt nur läppische 200MB im Monat (mit 7,2 MBit/s statt wie bei allen anderen Verträgen 21,6 MBit/s) und für eine SpeedOn Option, die allerdings nur 100MB mehr bringt, müsste ich 15 Euro im Monat zahlen. Nicht wirklich oder? Ich fragte also im Telekom-Shop nach einem Tarifupdate. Das ginge aber leider nicht, weil mein Vertrag so ein Angebotsvertrag wäre und da gäbe es keinerlei Optionen auf Tarifwechsel. Das gleiche Ergebnis bekomme ich übrigens auch, wenn ich den Tarif über das Online-Kundendienstportal wechseln möchte. Keinerlei andere Tarife können mir angeboten werden. Ich stecke also in einem Tarif mit 200MB Datenvolumen fest, für den ich 15 Euro zuzahlen muss, wenn ich 300MB Volumen haben möchte, was bedeutet, dass ich trotzdem ab dem 8. oder 10. des Monats auf Brieftaubengeschwindigkeit gedrosselt werde. Zwei Minuspunkte.
Und zu all dem kommt jetzt noch einmal megacoole Bonusscheiße hinzu: Ich bin nun schon wirklich ziemlich lange Kunde bei der Telekom. Nicht erst, seit das erste iPhone herauskam. Auch bereits davor war ich Mobilfunk-, Internet- und auch Festnetzkunde. Und bei derzeit zwei laufenden Verträgen, die dem Verein jeden Monat zwischen 150 und 180 Euro von nur einer Person in die Kasse spülen, und einer wirklich langjährigen Kundentreue und dem derzeitigen Angebot an Mitbewerbern auf dem deutschen Mobilfunkmarkt, erwarte ich ganz einfach, dass mir ein Unternehmen wie die Deutsche Telekom einfach mal ein wenig entgegenkommt, um meine speziellen Wünsche und Bedürfnisse zu befriedigen. Aber nichts dergleichen passiert. Schade, liebe Telekom. Dickes Fail.
Als das bringt mich nun so langsam aber sicher zu dem Entschluss, dass ich meine beiden Verträge alsbald kündigen und mich irgendwo anders umsehen werde, wenn da nicht bald mal ein bisschen Bewegung in den Kundenservice kommt und man seine vertraglichen Handschellen etwas lockert, um gut zahlende Kunden weiter fröhlich zu stimmen und an das Unternehmen zu binden. Zur Zeit, muss ich leider gestehen, hält mich nichts mehr bei der Telekom. Weder Service noch Leistung haben mich in den letzten Wochen überzeugt.
Nachtrag
Nachdem ich die Telekom via Twitter auf diesen Blogpost aufmerksam gemacht habe, hatte ich heute ein sehr lockeres Gespräch mit einer wirklich sehr freundlichen Mitarbeiterin, bei dem wir zusammen zu einer wirklich guten Lösung gekommen sind, mit der ich mehr als zufrieden bin. Gut gemacht, liebe Telekom. Ihr behaltet einen Kunden, den ihr darüber hinaus auch noch sehr glücklich gemacht habt.





















