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Der Bastard
Nicht von schlechten Eltern.

    In Hyperlapsegeschwingkeit von Zuhause auf dem Dorf bis zum Einkaufscenter in die Stadt.

    Radio Bastard Reprise.

    Mit der 900. Episode von Deutschlands zweitbestem Podcast geht es ein wenig zurück zu den Wurzeln des Ganzen. Natürlich nicht inhaltlich, denn bestimmt will ich nicht wieder in einer 50 Quadratmeter Butze im Ghetto hausen und einen bekackten Job in der Agentur haben.

    Nein, es geht vielmehr um die, nennen wir sie ruhig Corporate Identity des Casts. Vor ein paar Tagen wurde mir klar, dass ich das Cover oben eigentlich immer als eines der besten empfunden hatte. Und auch einige Rückmeldungen via Twitter bestätigten meine Meinung. Nun wäre es natürlich ziemlich lame, genau das selbe Cover wieder zu benutzen und deswegen habe ich das Original als Vorlage genommen und eine neue Version erstellt. Ich habe mir dafür sogar ein neues Hemd angezogen, nämlich.

    Das Tentakel-Logo mit Farbverlauf und Helvetica-Schriftzug werde ich weiterhin für den Blog und die Facebook-Seite nutzen. Ich mag es noch immer ziemlich, finde es minimalistisch, schlank und durchaus passend. Ausserdem habe ich noch knapp 700 Aufkleber davon hier herumliegen und es wäre doch schade, wenn die nicht mehr aktuell wären. So entsteht also wieder eine etwas klarere Trennung zwischen Blog und Podcast. Außerdem war die Lesbarkeit des Tentakel-Covers doch ziemlich miserabel in iTunes oder Podcatchern, sowohl auf dem iPhone als auch am Mac.

    Passend zum Schritt zurück nach Vorne habe ich mich auch vom aktuellen Intro verabschiedet, denn auch das stieß bereits damals bei seiner Einführung auf gemischte Meinungen. Viele mochten den Dubstep-Stil nicht und wünschten sich auch hier das alte Gitarren-Breakbeat-Intro aus der guten alten Zeit zurück, dass nach Meinung vieler besser zum Podcast passen würde. Daher ab heute also auch ein neues, altes Intro. Etwas verändert, aber unverkennbar gleich geblieben. Danke an dieser Stelle an die kleine Yasmin für’s „RADIO BASTARD“ brüllen! :)

    Ich hoffe, ihr findet diesen „Rückfortschritt“ genau so gut wie ich und seid mit dem Ergebnis zufrieden. Falls nicht, ist mir das auch egal. Und nun viel Spass mit Radio Bastard, Episode 900.

    Das neue alte Radio Bastard. Demnächst hier, bei iTunes und in eurem Podcatcher.

    Das neue alte Radio Bastard. Demnächst hier, bei iTunes und in eurem Podcatcher.

    Reprise.

    Reprise.

    Katzen sind Schweine.

    Katzen, so sagt man, sind ja eigentlich sehr saubere Tiere. Zumindest, wenn es um sie selbst geht. Gar nicht oft und lang genug können die Dachhasen Zeit mit Fellpflege verbringen.

    Etwas anders sieht es mit ihrer Umgebung aus. Hier ist es den pelzigen Vierbeinern meist ziemlich egal, was für ein Chaos sie hinterlassen. Irgend einer von den zweibeinigen Dosenöffnern, die dauernd aus unerfindlichen Gründen mit in der Wohnung herumlungern, wird schon kommen und den Dreck beseitigen. Und von diesem Dreck produzieren unsere Miezen eine ganze Menge. Von Katzenhaaren auf Sofa, Sessel, Bett und Kleidung und herumfliegendem Spielzeug in beinahe jedem Zimmer mal ganz abgesehen. Trotz hochmodernem und sauteurem Katzenklo kleben dennoch hier und da mal ein ein paar Stücke Streu im Fell oder zwischen den Tatzen fest, welche dann gerne großflächig in der Wohnung verteilt werden. Und mit Speichel vermengte, nasse Fellklumpen oder auch eine Handvoll halb verdautes Katzenfutter, welches im Wahn mal wieder viel zu schnell heruntergeschlungen wurde, erzielt auf Fliesen erbrochen natürlich nicht annährend die gleiche, spektakuläre Wirkung bei Herrchen und Frauchen, als wenn man es entweder mittig auf’s Sofa, in den Korb mit frisch gewaschener Wäsche oder, zur absoluten Krönung, von der obersten Plattform des Kratzbaumes entweder gegen die Tapete oder weitläufig im Wohnzimmer verteilt.

    Die größten Schweine allerdings sind Katzen beim Fressen. Wenn zur Fütterungszeit vier Katzen nebeneinander vor ihren Näpfen hocken und mit Taurin versetzte Tierreste in sich hineinschlingen, wirkt das Essverhalten der Skeksis im Vergleich dazu beinahe schon anmutig. Hinterher sieht unser Korridor dann meistens aus, als hätte ein Rudel Wölfe ein Reh gerissen.

    Das Problem an dieser ganzen Sache ist, dass das Nassfutter, welches unsere Miezekatzen auf mir beinahe unerklärliche Weise gegen die Wände und meterweit im Korridor verteilen, sehr schnell antrocknet und knüppelhart wird. Morgens nach dem Katzenfrühstück kann man da noch schnell drüberwischen, aber wenn die Stubentiger abends gefüttert werden und auch nachts noch ihre Reste auffuttern, Wasser trinken und das Trockenfutter verteilen, ist der ganze Kram am nächsten Tag meist ziemlich festgepappt. Von den Wänden und den Fliesen ist dieser Zement meistens ziemlich schwer zu entfernen. Einfaches Wischen reicht hier oft nicht aus. Nicht selten liegen Frau Bastard oder ich auf allen vieren vor den Fressnäpfen und schrubben wie besessen die Futterbrocken von den Fliesen, die bereits nach kürzester Zeit unglaublich hartnäckig an diesen kleben.

    Was also tun gegen den Dreck? Vermeiden lässt er sich nicht wirklich. Ich habe Zweifel, dass man Katzen vernünftiges, zivilisierten Essen beibringen kann. Also müssen ein paar Lösungen her, welche die Dreckentwicklung möglicherweise ein wenig einschränken, aber auf jeden Fall die anschliessende Reinigung vereinfachen.

    Als erstes haben wir damit begonnen, das Katzenfutter vor dem Servieren mit einer Gabel zu pürieren, da besonders der Kater sehr viel Spass daran hatte, die Fleischbrocken von der Größe eines Erdnussflips aus dem Napf zu fummeln und durch die ganze Wohnung zu schubsen.

    Schon vor einer ganzen Weile haben wie die Wand hinter den Fressnäpfen mit der abwischbaren, transparenten VARIERA Plastikmatte von IKEA beklebt, die eigentlich als Auslaufschutz für Küchen gedacht ist. Die Näpfe selbst stehen auf abwischbaren Silikon-Unterlagen, die aber leider viel zu klein sind, um die Sauerei der Katzen ausreichend aufzufangen. Daher besorge ich vor kurzen dünne, elastische, schwarze Gummifolie, die ich mit Teppichklebeband auf den Fliesen fixiert habe, ohne wirklich zu wissen, ob das was bringt. Versuch macht klug.

    Und tatsächlich brachte die Folie den gewünschten Erfolg. Selbst länger angetrocknetes Futter lässt sich jetzt mit einem Spritzer Glas- oder Allzweckreiniger und einem Stück Küchenpapier mühelos von der Folie entfernen, da die Brocken hier nicht so festkleben, wie auf den Fliesen. Die Größe der Folie ist ausreichend, um den meisten Dreck, der beim Fressen entsteht, aufzufangen (Etwas geht natürlich immer daneben, aber das ist bei uns Menschen ja oft auch nicht anders), aber nicht so groß, dass sie das Gesamtbild des Flures unerträglich negativ beeinträchtigt.

    Katzenbesitzer unter meinen Lesern? Wie ist das bei euch? Machen eure Stubentiger auch so viel Dreck beim Essen? Wie löst ihr das Problem?

    Ich bastelte in einer gestrigen langen Weile schlichte Wallpaper mit Kalender für den Rest des Jahres. Die Auflösung beträgt 2.880 x 1.800 Pixel. Alle 5 Bilder können zusammen als Zip-Archiv (26 MB) heruntergeladen werden. Bitte, gerne.

    Helveticalender

    Zwangspause.

    Ich hab’s also getan. Am Freitagmorgen habe ich nach zwei Stunden Arbeit die Brocken hingeschmissen, bin zu meinem Hausarzt gefahren und ließ mich krankschreiben.

    Ich habe einfach keinen Nerv mehr. Der Job und die ganze verdammte Firma hängen mir zum Hals raus. Zuerst degradiert und zwangsversetzt, unter anderem aufgrund von Verleumdung und übler Nachrede, dann der Versuch, mich gehaltstechnisch, am Gesetz vorbei, über den Tisch zu ziehen, in der Hoffnung, ich würde kuschen und klein beigeben und zum Schluss der subtile Rat, ich sollte mich doch vielleicht nach einem neuen Job umschauen.

    All diese Dinge, zusammen mit der Tatsache, dass ich in zwei Wochen einen neuen Job anfangen werde, auf den ich mich tierisch freue, haben dafür gesorgt, dass sich meine Motivationskurve in den letzten Tagen rasend schnell Richtung Nulllinie bewegte. Und wer könnte es mir verübeln? Was habe ich noch zu verlieren? Was sollte ich noch zu beweisen haben? Einen guten, letzten Eindruck hinterlassen? Da scheiße ich drauf. Ich sehe keinen Sinn mehr darin, mir noch zwei Wochen lang den Hintern aufzureissen und volle einhundert Prozent zu geben, denn genau das wird noch von mir verlangt. Aber zu welchem Preis? Damit ich am letzten Arbeitstag völlig fertig nach Hause komme, einen Tag lang Pause habe um dann total gestresst und entnervt in den neuen Job zu starten? Bestimmt nicht.

    Die letzten Monate waren heftig und haben mir ziemlich zugesetzt. Nicht nur der Stress im alten Job, der ja bereits begann, als ich mich eigentlich auf drei Wochen entspannten Urlaub gefreut hatte, welchen ich dank Umzug und Baby seit einem Jahr nicht mehr hatte, die dann in Anwaltsbesuche, Autosuche und Bewerbungen schreiben ausarteten; Nein, auch die Suche nach einem neuen Job kostete mich viel Kraft. Das Bewerbungsgespräch und das darauf folgende Assessment-Center bei Coca-Cola, für das ich mich mal eben während eines Kurzurlaubs bei den Schwiegereltern vorbereitete, waren zwei völlig neue Erfahrungen für mich, in die ich meine ganze Energie und meinen ganzen Enthusiasmus steckte und die sehr an meinen Reserven zerrten. So sehr, dass ich kürzlich vorm Spiegel stand und mir selbst eingestehen musste, was ich in den letzten Wochen immer wieder von verschiedenen Personen zu hören bekommen hatte: Dass ich massiv abgenommen habe und ziemlich schlecht aussehe.

    Und auch die letzten beiden Wochen waren unglaublich anstrengend und zermürbend. Zum einen, weil ich tatsächlich keinen Bock mehr habe, für diese Firma zu arbeiten, da ich bereits das Licht am Ende des Tunnels sehen kann. Es ist, als würde man 18 Stunden am Tag auf einer Baustelle arbeiten und ein Backsteinhaus mit seinen bloßen Händen hochziehen, wohlwissend, dass es am letzten Tag komplett gesprengt wird und man danach niemals wieder auf einer Baustelle arbeiten muss. Zum anderen, weil dieser Job sowieso immer unglaublich anstrengend und zermürbend ist und einem kaum die Zeit zum Durchatmen lässt. All das entlud sich am Donnerstagabend in einem heftigen, aber völlig sinnlosen und unnötigen Streit zuhause. Einfach, weil meine Nerven blank lagen. Letztendlich kamen wir beide, meine Frau und ich, zu dem Entschluss, dass es so bis zum Ende des Monats nicht weitergehen kann und dass ich dringend ein wenig Ruhe brauche.

    Statt also, wie am Donnerstag geplant, am Montag zum Arzt zu gehen, erkannte ich den Ernst der Lage bereits am Freitag und ging den einzig richtigen Weg. Ich bekam von meinem Arzt eine gering dosierte Menge Antidepressivum verschrieben und habe mir vorgenommen, die letzten Tage dieses Monats so entspannt wie möglich Zuhause bei meiner Familie zu verbringen, um Kraft für den neuen Job zu sammeln. Ich schlief in der ersten Nacht ganze 14 Stunden am Stück, gönnte mir abends ein entspannendes Lavendel-Salbei-Meersalz-Bad und vergammelte den halben Samstag und den gesamten Sonntag auf der Couch, wo ich mir 80er Jahre Filme wie “Breakfast Club” und “Das Geheimnis meines Erfolges” und 90er Jahre Serien wie “Akte X” und “Star Trek Voyager” reinzog. Ich beschäftige mich intensiv mit meinem kleinen Sohn und habe es tatsächlich geschafft, alle Gedanken an die Firma weit hinter mir zu lassen. All diese Gedanken, die ich sonst immer habe: “Klappt alles? Habe ich etwas wichtiges vergessen? Handy am Mann, es könnte jemand aus der Firma anrufen! Ich bin krank, konnte mein Fehlen gut aufgefangen werden? Kommt der neue gut klar? Wann kann ich wohl wieder arbeiten gehen?” All das ist mir seit Freitag so unfassbar egal, dass ich es selbst kaum glauben kann. Wenn man jahrelang nachmittags nach Feierabend bis zu vier mal aus der Firma angerufen wird, Mitarbeiter sich via Facebook am Sonntagabend krank melden und man sogar am Wochenende vom Wachdienst aus dem Bett geklingelt wird, um mitten in der Nacht zum Deaktivieren des Fehlalarms in die Firma zu fahren, dann ist es tatsächlich gar nicht so einfach, abzuschalten und sich wirklich zu entspannen.

    Im Moment bin ich ziemlich entspannt und ich sehe keinen Grund, daran bis zum 1. September etwas zu ändern. Ich habe mir weiterhin ausgiebiges Gammeln und intensives Familienleben verordnet. Und viel Essen. Und Spaziergänge. Mit meiner Familie, mit meinem Sohn und auch allein. Ich möchte gerne, wenn das Wetter mitspielt, an einem Tag in dieser Woche frühmorgens auf die Halde Haniel wandern und mir von dort oben, von einem der höchsten Punkte im Ruhrgebiet, den Sonnenaufgang ansehen.

    Es fällt mir schwer, selbst zu erkennen, ab wann die Grenze der Belastbarkeit übertreten und der Punkt erreicht ist, an dem man einen Gang zurückschalten oder den Motor besser ganz abstellen sollte. Deswegen bin ich froh, dass ich meine Frau an meiner Seite habe, die mich zum Glück im richtigen Moment ausgebremst hat. Damals, als ich schon einmal ins Burnout gerutscht bin, hatte ich niemanden an meiner Seite, der rechtzeitig die Reißleine zog und so wurde ich nur noch im allerletzten Moment von meiner Familie aufgefangen, die meine Situation nur schwer erkennen konnte, da ich mich abgekapselt hatte und niemandem mit meinen Problemen belästigen wollte.

    Jetzt habe ich meine eigene, kleine Familie. Eine gute Konstante im Leben, die mir Kraft und Rückhalt gibt. Die mir aber vor allem auch Ansporn gibt und mir immer wieder zeigt, wofür es sich lohnt, seine Kräfte und Sinne beisammen zu halten. Wofür es sich lohnt, etwas besseres aus sich selbst und seinem Leben zu machen. Und ich habe, mal wieder, gesehen, dass es einem im Job nie wirklich gedankt wird, wenn man sich bis zur Grenze der Belastbarkeit den Arsch aufreisst.

    Jetzt ist erstmal Schluss damit. Pause. Akku aufladen. Festplatte defragmentieren, alte Dateileichen und Ordner löschen. Alles auf Anfang. Und dann mit voller Kraft in die neue Herausforderung!

    Work < Life.

    Bestellt: Der beste Kinderstuhl der Welt.

    Der Tripp Trapp Stuhl von Stokke ist ein seit 1972 erhältlicher Kinderstuhl, der mit dem Kind mitwächst. Die in Höhe und Tiefe verstellbaren Sitz- und Fußplatten sorgen in jedem Alter dafür, dass der Nachwuchs bequem, ergonomisch korrekt und vor allem sicher sitzt. Das Teil kostet so viel wie eine ganze IKEA Sitzgruppe inklusive Tisch aber hey, für das Baby ist das beste gerade gut genug, nein?

    Und auch Marta wird sich freuen. Wenn sie mal zu Besuch kommt, kann sie jetzt nämlich auch mit uns großen am Tisch sitzen.